Die Geschichtenerzählerin
Heute komme ich mal als Geschichtenerzählerin zu euch – bitte bis zum Ende lesen, dann sage ich euch auch, warum ich diese Geschichte geschrieben habe
Hallo, das ist Heidi. Heidi ist 50 Jahre alt und hatte im letzten Jahr Silberhochzeit. Sie ist kaufmännische Angestellte, und das nun schon seit mehr als 30 Jahren. Heidi hat zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, beide sind mittlerweile erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.
Wegen der Kinder hatte Heidi seinerzeit ihre Vollzeitstelle aufgegeben und nur noch drei Tage die Woche gearbeitet. Das tut sie auch heute noch und genießt es, zwei Tage in der Woche Zeit für sich, aber auch das Haus und den Garten zu haben.
In letzter Zeit ist Heidi nicht mehr so glücklich an ihrer Arbeitsstelle. Irgendwie stimmt das Klima nicht mehr, will sie dort wirklich noch 15 Jahre bis zur Rente ausharren? Hatte sie nicht mal ganz andere Träume? Wo sind die geblieben? Ist sie noch glücklich mit ihrem Leben?
Wie viele Frauen in ihrem Alter macht Heidi sich täglich Gedanken über ihr Leben und wie es verlaufen ist. Sie weiß, dass sie einen Großteil ihres Lebens bereits gelebt hat und ihr ist dieser Teil, der jetzt kommt, sehr wichtig. Sie möchte etwas tun, was ihr Freude macht und sie erfüllt.
Heidi hat einen Computer und nutzt diesen auch, um Emails zu schreiben oder auch mal einen Brief. Ab und zu geht sie auch mal ins Internet, um nach Informationen zu suchen oder etwas einzukaufen. Dabei ist sie immer etwas unsicher. Sie hat ein wenig Angst vor der Technik – weiß nicht, wie sie sich im Internet richtig bewegt und wem sie trauen kann. Daher war sie bisher eher vorsichtig – aber sie ist neugierig genug, sich näher mit der virtuellen Welt zu beschäftigen.
Heidi beschäftigt sich außerdem mit spirituellen Dingen, liest sehr viel zu diesem Themen, aber kann sich in ihrem Freundeskreis nicht wirklich über solche Dinge austauschen. Sie sucht nach Gleichgesinnten, mit denen Sie über alles, was sie bewegt, sprechen kann.
Wenn Heidi in die Zukunft blickt, würde sie gerne ihre Angst vor dem Computer und dem Internet überwinden. Sie möchte die richtigen Leute kennen lernen, die ihr dabei behilflich sind. Sie möchte außerdem schreiben – sie liebt es, ihre Gedanken aufzuschreiben und würde sich gerne mit anderen Menschen vernetzen. Wenn Heidi eine Website hätte oder einen Blog, könnte sie dort ihre Gedanken mit anderen teilen, sie könnte ihre selbst fotografierten Bilder einstellen und würde so gleichgesinnte treffen.
Heidi würde außerdem gerne ihren Job aufgeben und noch mal etwas ganz neues starten. Sie möchte von Zuhause aus arbeiten und selbständig sein. Sie möchte Kunden über das Internet finden – das würde sie gerne erreichen, bevor sie 55 Jahre alt ist.
Heidi hat Träume – sie träumt davon, im letzten Drittel ihres Lebens etwas Sinnvolles und sie befriedigendes zu tun. Sie möchte schreiben, sie möchte anderen Menschen helfen und sie möchte sich gut dabei fühlen. Sie wünscht sich außerdem, in harmonischer Partnerschaft zu leben und vor allem frei von finanziellen Sorgen zu sein. Sie möchte dem Alter positiv gegenüber stehen, aber sich auch so gut wie möglich pflegen und gesund halten. Heidi möchte gesünder und bewusster leben und auch ein paar Kilos abnehmen. Sie möchte aktiv sein und beweglich bleiben – körperlich und gedanklich.
Typisch für Heidi ist, dass sie immer ein wenig ängstlich ist, wenn es um Technik geht, aber sie hat auch den Mut und den Willen, das was sie benötigt für ihr Ziel, zu lernen und sich dafür die Hilfe zu holen. Wenn sie jemanden gefunden hat, dem sie vertraut, wird sie sicher und traut sich auch was.
Heidi hat aber auch ihre Zweifel. Sie weiß nicht, ob sie in ihrem Alter noch so lernfähig ist wie vor 30 Jahren. Sie hat Angst davor, ihren Job aufzugeben und ihre finanzielle Unabhängigkeit zu verlieren. Sie ist etwas träge geworden und braucht immer etwas, was sie antreibt.
Heidi wünscht sich, dass sie ihre Angst vor dem Computer und dem Internet überwindet. Sie wünscht sich jemanden an ihrer Seite, der ihr das so erklärt, dass sie es versteht. Sie wünscht sich jemanden, der die Geduld hat, ihre wie sie meint „dummen“ Fragen zu beantworten und dabei nicht müde oder ärgerlich wird. Sie wünscht sich, in ihrem Tempo lernen zu können und immer fragen zu können, wenn ihr danach ist.
Heidi liest sehr gerne und viel, sie mag Bücher über Persönlichkeitsentwicklung und das Leben allgemein. Sie braucht aber ab und zu auch etwas zur Entspannung. Dann liest sie Krimis oder auch Thriller, wobei sie immer die Personen und deren Handlungen interessieren und die Psychologie dahinter. Heidi liebt Musik in allen Richtungen – nicht unbedingt Volk- und Blasmusik, aber neben Pop auch Klassik und auch Entspannungsmusik. Sie mag Menschen, die motivieren können und lässt sich dann gerne mitreißen.
Nachts kann Heidi oft nicht schlafen. Sie weiß nicht, wie sie sich von Ihrem Job trennen soll, ohne eine Alternative zu haben. Daher ist sie unentschlossen und spielt nachts oft die verschiedenen Möglichkeiten durch. Sie hat außerdem Angst vor den Reaktionen ihres Umfeldes, wenn sie diesen Schritt tut.
Heidi hat von einer Frau gehört, die im Internet Kurse anbietet, in denen sie in Videos erklärt, wie man z.B. einen Blog einrichtet, wie man darüber Leute kennen lernt und wie man darüber wiederum bekannt wird. Damit käme sie ihrem Wunsch näher, zu schreiben und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Aber Heidi weiß nicht, ob ihr Lernwille tatsächlich ausreicht, die Angst vor der Technik zu überwinden. Außerdem weiß sie nicht, ob das Produkt wirklich das bietet, was sie sich wünscht und möchte kein Geld ausgeben für etwas, das ihr nichts bringt. Außerdem kennt sie diese Frau nicht – sie weiß nicht, ob die Videos wirklich so gut sind und sie mit dieser Lernmethode klar kommt.
Der größte Wunsch von Heidi ist, ihr Alter zu genießen, immer lernbereit und geistig jung zu bleiben. Sie möchte gesund alt werden und zufrieden und glücklich auf ihr Leben zurück blicken, wenn das Ende kommt.
Dies ist keine Geschichte in herkömmlichem Sinn, sondern entstanden anhand eines Arbeitsblattes von J.S., der in 19 Fragen dazu auffordert, an eine einzige Person zu denken, wenn ich meinen Kunden beschreibe.
Ich habe das Arbeitsblatt dazu genutzt, HEIDI zu erfinden, meine Kundin für meine WordPress-Kurse. Die Fragen haben mir sehr geholfen, diese Kundin zu beschreiben und es hat noch dazu großen Spaß gemacht. Wer mag, sollte sich den Artikel von J.S. auch mal ansehen und sich das Arbeitsblatt herunter laden. Es bringt Klarheit und Jürgen erklärt dort auch, warum die EINE Kundin alle anderen eben nicht ausschließt, wie viele sicherlich vermuten würden. Also, einfach mal ein wenig Zeit mitbringen und den Artikel lesen.
Anmerkung: Leider musste ich feststellen, dass J.S. so gut wie alle seine Artikel von einem amerikanischen Blog kopiert und wortwörtlich übersetzt hat. Ja kopiert – nicht etwa recherchiert und dann einen eigenen Beitrag draus gemacht. Das hat mich echt enttäuscht, daher nehme ich die Links zu der Seite jetzt raus.

Hier schreibt WordPress-Architektin Irene Wolk über ihr persönliches Online-Marketing, SocialMedia und alle Themen rund um Erfolg,Motivation und Persönlichkeitsentwicklung.






Hallo Irene,
Toll, ganz toll!
Sehr gut geschrieben, liest sich wirklich gut und sehr angenehm, ich hatte keine Schwierigkeit (den doch langen Text) bis zum Ende durtchzulesen, weil ich Heide gerne kennenlernen wollte. Und genau so soll es sein.
Herzliche Grüße
Jürgen Schnick
P.S. und Danke für den netten Hinweis auf meinen Artikel!
Dankeschön Jürgen, ja, ich schreibe manchmal etwas zu lang, aber ich bin halt jede Frage durchgegangen und da war es dann plötzlich so ein langer Text
Habe dich gerne verlinkt – denn die Idee und der Anstoß kam ja von Dir und da ist es nur fair, darauf zu verlinken. Ich denke, so haben wir beide etwas davon.
Schöne Grüße und ein sonniges Wochenende wünscht
Irene
Liebe Irene,
da bekomme ich doch von Jürgen direkt Deine Geschichte über Heidi zugesandt! Na so was? Und dann wollte ich mal wissen, was Du Dir so über die Heidis ausgedacht hast.
))
Naja- da ja jeder ienen anderen Lebenslauf hat, ist auch meiner abweichend… aber doch stimmt vieles:
Heidi hat alle Freiheit der Welt. Sie war fast immer selbstständig…und sie hat wirklich einen Computer, den sie genau so benutz, wie DU es sagst
Heidi liebt und macht Musik, und nimmt im Studio ihre eigenen Chansons auf…die sie auch im Internet verkauft…und sie hat einen sehr komischen- eher schwarzen Humor, deshalb hat sie ein Buch geschrieben und illustriert, und nun probegedruckt erst mal richtig das Humorpotenzial rauskitzelt um es dann ins Ebook stellen zu lassen. ja LASSEN… dazu hat sie einen lieben Internetfreund gefunden, der ihr aus der Ferne hilft!
Also, insgesamt gesehen, bist Du einer der vielen Heidis als die “Eine Person” schon ganz schön auf die Spur gekommen!
Ich grüße Dich herzlich
Heide (Heidi)
Liebe Heidi,
das freut mich natürlich, dass hier gleich eine Heidi antwortet – danke dir dafür!
Ja, keine Heidi ist wie die andere, als ich den Beitrag schrieb, sind mir im Laufe des Schreibens einige Frauen eingefallen, und von jeder hat Heidi ein wenig.
Wenn ich sonst meine Zielgruppe beschreiben wollte, bin ich sehr viel allgemeiner vorgegangen, aber genau das sollte man ja mit dieser Übung nicht tun. Es war zunächst nicht ganz leicht, sich wirklich nur auf eine einzige Person zu beschränken, aber wie man sieht, funktioniert es ja
Ich wünsche dir alles Gute und danke nochmal für deinen Kommentar – vielleicht vernetzen wir uns ja bei Facebook oder Xing, falls du dort bist.
Liebe Grüße
Irene